NEUE WEGE - MITEINANDER - FÜR ALLE

Zierenberg - Burghasungen - Oberelsungen - Oelshausen


Zierenberg blüht auf – Fragen des NABU Oberelsungen zur Kommunalwahl

Der NABU setzt sich auf vielfältige Weise für die Natur ein. Zu ihrer Arbeit gehören praktische Maßnahmen wie Landschaftspflege genauso dazu wie zu Vorträgen einladen oder gemeinsam auf Exkursionen die Natur kennen lernen.

Fragen mit Antworten aller Parteien und Wählergruppen findet man auf
https://www.nabu-oberelsungen.de

Unsere Antworten

Flächenverbrauch reduzieren - Klimaschutz

1.    Wie sehen Sie den Flächenverbrauch bei der Ausweisung von neuen Bau- oder Gewerbegebieten - sind diese notwendig, gibt es andere Konzepte?
Siehe 2.

2.    Wie stehen Sie zum Prinzip der innerörtlichen Verdichtung „Innen- vor Außenausbau“ Erstellung eines Lückenkatasters?
Dem Flächenverbrauch stehen wir sehr kritisch gegenüber, sind aber der Meinung, dass kleine Baugebiete für die Eigenentwicklung der Orte bei Bedarf erschlossen werden sollten. Dabei sollten aber zunächst Baulücken geschlossen werden.Bei Gewerbegebieten sind wir gegen Lager- und Logistikhallen und Betriebe, die großflächige Flächenversiegelungen benötigen.Es sollten Handwerksbetriebe klar den Vorrang haben und dann in erster Linie die Eigenentwicklung bereits ansässiger Betriebe im Fokus stehen.Wenn Bau- oder Gewerbegebiete neu erschlossen werden, muss darauf geachtet werden, dass entsprechende Ausgleichsmaßnahmen auch tatsächlich erfolgen.Selbstverständlich sollten möglichst erst freie innerörtliche Flächen genutzt werden. Dies ist aber zum Teil schwierig, da dies meist Bauplätze in „privater Hand“ sind und nicht zur Verfügung stehen.Die Erstellung eines Lückenkatasters unterstützen wir voll und ganz. Hier sollten dann auch leer stehende Wohnungen / Häuser und Gewerbegebäude / Flächen erfasst werden.


3.    Wie stehen Sie zu einem „Schottergartenverbot“ bei Aufstellung von Bebauungsplänen?                    Diese Vorgabe würden wir sehr befürworten. Die Problematik ist aber vielmehr die Kontrolle der Einhaltung dieser Vorgabe. Es gibt ja jetzt bereits Vorgaben im Bereich der Bepflanzung, wie z.B. die Verwendung von nur einheimischen Pflanzen.- Dies wird derzeit leider auch nicht ausreichend kontrolliert.

4.    Wie stehen Sie zu einer Entsiegelung von öffentlichen Flächen zur Rückhaltung von Regenwasser?
Wo dies möglich ist, sollte das auch gemacht werden. Da sind wir dabei. Generell sollte eine Renaturierung von Bachläufen verfolgt und Aueflächen wiederhergestellt werden, denn dies bewirkt eine natürliche Regenrückhaltung.

5.    Zur Verbesserung des innerörtlichen Klimas sollten Bäume und Sträucher im Siedlungsbereich gefördert und gepflanzt werden. Würden sie hinter einem zu erarbeiteten Konzept stehen?
Da stehen wir zu 100% hinter. Auf Initiative von jetzigen ZieLe-Mitgliedern sind vor ca. 1,5 Jahren im Neubaugebiet vor Hunge in Oelshausen, die im Bebauungsplan festgelegten Bäume, nach über 20 Jahren von der Stadt endlich gepflanzt worden.
Generell sollten zur Verbesserung des innerörtlichen Klimas Bäume und Sträucher im Siedlungsbereich gefördert werden. Hierzu müssen schon bei der Planung optimale Bedingungen und pflanzengerechte Standorte berücksichtigt werden. Oftmals sind Baum- und Wurzelbereiche in Siedlungsgebieten viel zu klein. In den trockenen Sommermonaten kommt es deshalb vermehrt zu Trockenschäden, eine Pflege bzw. Bewässerung ist nicht gewährleistet. Zudem müssen vor allem Bäume und Standort, zukunftssicher ausgewählt werden, sodass es nicht zu unnötigen Schnittmaßnahmen kommen muss und der Baum seinem natürlichen Habitus entsprechend wachsen kann.
Straßenbäume filtern Schadstoffe aus der Luft und tragen durch Verdunstung und Beschattung zur Kühlung umliegender Bereiche bei. Werden im Straßenbegleitgrün zudem arten- und strukturreiche Wiesen angelegt, verstärken sich diese Effekte noch.

6.    Bei Neu- und Umbauten sollten alle Möglichkeiten des Klimaschutzes ausgeschöpft werden. Bei Genehmigungen, in Bebauungsplänen sollte daher immer eine Südneigung der Dachflächen, die Nutzung von Solarthermie und Photovoltaik, eine Brauchwassernutzung vorgeschrieben werden. Würden Sie diese Forderung vollends unterstützen? 
Diese Forderung unterstützen wir komplett!
Bei der Photovoltaik ist in einigen Gebieten aktuell leider „nur“ eine Eigenbedarfserzeugung möglich. Eine Einspeisung wird teilweise vom Netzbetreiber nicht genehmigt, da die Netze dies nicht mehr aufnehmen können. Hier müsste auch unbedingt nachgelegt werden, um auch größere Dächer (Gewerbebauten, Schulen, Bürgerhäuser, usw....) nachträglich mit Photovoltaik ausrüsten zu können.
Aber prinzipiell sollten aus unserer Sicht heutzutage nur noch Planungen mit nach Süden ausgerichteten Dächern genehmigt werden, um alle Möglichkeiten der solaren Nutzung, zumindest in Zukunft, nutzen zu können, falls dies aufgrund der Netzte kurzfristig nicht möglich sein sollte. Da wo es in Neubaugebieten möglich ist, sollte man es vorschreiben.

 

Förderung von Arten- und Naturschutz auf kommunalen Flächen.

1.    Ökologische Bewirtschaftung auf kommunalen Flächen, z.B. Vorgaben zum
Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln auf verpachteten Flächen. Würden Sie sich für entsprechende Formulierungen in den Pachtverträgen einsetzen?

Soweit diese Forderung rechtlich umsetzbar ist, unterstützen wir diese auf jeden Fall.
Aus unserer Sicht müssen noch Flächen aus der Nutzung genommen werden, auf denen noch offene Ausgleichsmaßnahmen durchgeführt werden können.
Eine naturnahe Grünflächengestaltung kann sich auch finanziell rechnen. Durch Reduzierung der Mahd, den Verzicht auf Dünger und Pestizide, sowie die Verwendung mehrjähriger, heimischer Stauden, können Pflegekosten reduziert werden.

2.    Setzen Sie sich für Vertragsnaturschutz auf kommunalen Flächen, z.B. Lerchenfenster, Blühstreifen, Gentechnikfrei (Saatgut) ein?
Hierfür setzen wir uns ein. – Gentechnisch verändertes Saatgut sollte aus unserer Sicht generell verboten werden. Wir werden uns auf jeden Fall dafür einsetzen, dass dies in städtischen Bereichen nicht verwendet wird.
Bei Blühstreifen gibt es in Zierenberg ja erste Ansätze, die aber weiter ausgebaut werden müssen. Hierzu sind auch Gespräche mit den Landwirten notwendig, um sie hierbei mit einzubeziehen.

3.    Wegränder in kommunalem Eigentum in voller Breite erhalten, Mahdtermine dieser erst später im Jahr, ab August bzw. in Staffelmahd, Mahd vor Mulchen. Würden Sie diese Forderung unterstützen?
Ja da sind wir für. - Mulchen ist aus unserer Sicht keine gute Lösung.
Zusätzlich zu einer möglichst späten und einer Staffelmahd, sollte der Schnitt möglichst hoch erfolgen, um Flora und Fauna zu schützen. – Auch hier müssen die Landwirte und Jagdgenossenschaften einbezogen werden.

 

4.    Die innerörtlichen Rasenflächen werden wöchentlich gemäht. Darunter leidet die Artenvielfalt. Neue Konzepte der innerörtlichen Grünflächenpflege müssen erstellt werden. Dabei sollte die Artenvielfalt eine Rolle spielen, z.B. Reduzierung der Mähintervalle außerhalb der Spielflächen, Neuanlage von Blühflächen, blühende Stauden und Büsche auch auf Verkehrsinseln etc. Wie würden Sie dieses Thema angehen und erfährt es von Ihnen Unterstützung?
Diese Thematik wird aktuell in den Gremien diskutiert. Hier sollte geprüft werden, in wieweit die jetzigen Blühflächen erweitert werden können und in welchen Bereichen überhaupt wöchentlich gemäht werden muss? - Aus unserer Sicht auf den wenigsten. – Wir sehen hier ebenfalls noch viel Potential zur Ausweitung der Blühflächen und würden diese Forderung unterstützen.
Um die Beeinträchtigung der Flora und Fauna durch die Mahd möglichst zu reduzieren, sollten Grünflächen zeitlich versetzt und der Nutzung entsprechend, mit möglichst hoher Schnitthöhe gemäht werden. 

 

5.    Naturschutzgerechte Pflege der Gehölze an Gewässern und Hecken in den Gemarkungen werden unzureichend und schlecht umgesetzt. Auch hier müssen Konzepte erstellt werden. Wie würden Sie dieses Thema angehen und erfährt es von Ihnen Unterstützung?
Dies erfährt Unterstützung von uns. – Hierzu müssen Gespräche für ein gemeinsames Konzept mit dem Wasserverband Diemel aufgenommen werden, da ein Großteil der Gewässer in der Gemarkung Zierenberg vom Wasserverband und ein kleinerer Teil von der Stadt gepflegt wird.
Für die Vernetzung von Hecken in der Gemarkung Zierenberg gab es vor Jahren eine Studienarbeit. Dies Thema ist leider in Vergessenheit geraten, hier muss aus unserer Sicht aber wieder angeknüpft werden.
Zur Förderung wassergebundener Tier- und Pflanzenarten, sollte ein gewässertypischer Uferbewuchs mit heimischen Arten gefördert werden.

 

6.    Streuobstbestände prägen unsere Gemarkungen. Deren Erhalt und Pflege steht nicht immer im Fokus. Dabei sind diese besonders wichtig für die Artenvielfalt. Gerade an den Feldwegen werden Bäume entfernt, aber nicht mehr nachgepflanzt. Die Kulturlandschaft verändert sich. Ihr Beitrag für Tourismus und Naherholung wird geringer. Wie würden Sie dieses Thema bewerten und erfährt es von Ihnen Unterstützung?
Das unterstützen wir gerne!
Streuobstwiesen müssen bei der Pflege in den Vordergrund rücken und bei der aktiven Vernetzung von Biotopen mit einbezogen werden.
Aus unserer Sicht sollten an Feldwegen nicht nur entfernte Bäume ersetzt, sondern auch neue zusätzlich gepflanzt werden.

7.    Im Landkreis steht die Einrichtung eines durch das Land Hessen geförderten Landschaftspflegeverbandes kurz bevor. Dieser bietet die Möglichkeit der fachlichen Unterstützung von außen. Hier sollte die Stadt Zierenberg Mitglied werden. Würden Sie die Mitgliedschaft unterstützen?
Das würden wir vollumfänglich unterstützen.

 

8.    Artenschutzmaßnahmen an städt. Gebäuden (Schwalben, Mauersegler, Falken etc.) lassen sich teilweise rasch und kostengünstig bei Neu- und Umbauten z.B. durch Niststeine durchführen. Hier hat die Kommune auch eine Vorbildfunktion! Wie würden Sie dieses Thema angehen und erfährt es von Ihnen Unterstützung?
Wo dies möglich ist, sollten wir das tun und wird von uns unterstützt.
Generelle Anmerkung zur Förderung von Arten- und Naturschutz auf kommunalen Flächen:
Bei all diesen Maßnahmen, die wir alle voll und ganz unterstützen, ist es aus unserer Sicht ganz wichtig, die Bürger vollumfänglich zu informieren und bei der Planung mit einzubeziehen.
Denn oft führen solche Maßnahmen, wie z.B. Wegeränder gegen die bisherigen Gewohnheiten nicht mehr regelmäßig zu mähen, auf Unverständnis und zu vielen Beschwerden.

 

Ausgleichsmaßnahmen

 

1.    Für jeden Eingriff muss eine Ausgleichsmaßnahme erfolgen. Diese wird in den Bebauungsplänen festgehalten. Jedoch findet aus unserer Sicht keine Kontrolle der festgelegten Maßnahmen statt. Wir fordern daher eine Ausarbeitung einer Aufstellung dieser Maßnahmen und deren bisherigen Umsetzung für zumindest die letzten 30 Jahre. Würden sie unsere Forderung in den politischen Gremien unterstützen und forcieren?
Das Thema haben wir ja schon unter 1. Flächenverbrauch..... angesprochen.
Es ist richtig: In der Vergangenheit wurde die Durchführung der Maßnahmen von der Bauaufsicht des Landkreises leider nicht kontrolliert. Mittlerweile hat aber der Landkreis begonnen, die Durchführung der Maßnahmen zu kontrollieren, auch die aus der Vergangenheit.
Diese Forderung würden wir auf jeden Fall unterstützen.
Die Problematik ist uns bekannt und muss dringend aufgearbeitet werden.

 

2.    Aus unserer Sicht müssen die Einzelmaßnahmen dringend in ein flächenübergreifendes Gesamtkonzept eingebettet werden. Ausgleichsmaßahmen dürfen nicht nur rechnerisch als Ausgleich dienen, sondern müssen dies auch in der Praxis sein. Würden Sie dies in den politischen Gremien unterstützen?
Ja, das sehen wir auch so und unterstützen dies gänzlich.

 

Waldnaturschutz

 

1.    Die Umsetzung von Natur- und Klimaschutz in unseren Waldgebieten sollte durch eine naturgemäße Waldwirtschaft erfolgen. Eine FSC-Zertifizierung, Erhalt von Altholzinseln, Ausweisung von Naturwaldgebieten, Pflanzen von vielfältigen Laubholzwäldern mit Edellaubhölzern, Öko-Jagd und Wildtiermanagement auf kommunalen Flächen wären hierfür Ansätze. Wie stehen sie zu diesem Thema, welche Vorschläge gibt es von Ihnen hierzu?
Der Stadtwald Zierenberg ist seit über anderthalb Jahrzehnten nach PEFC zertifiziert. Dadurch ist eine nachhaltige Bewirtschaftung abgesichert. Das Land Hessen strebt für alle Staatswälder die Zertifizierung nach FSC an. – Es ist zu prüfen und zu überlegen sich dem anzuschließen. - Aber auch die PEFC verlangt, dass Totholz und Höhlenbäume in angemessenem Umfang erhalten werden. Einige Gebiete des Stadtwaldes sind schon aus der Bewirtschaftung genommen, weitere sollen folgen, dies unterstützen wir. Die Forsteinrichtung ist 2015 für weitere zehn Jahre verlängert worden. Der größte Mangel, der bei der Zertifizierung aufgetreten ist, der uns auch das Zertifikat kosten kann, wenn wir hier nichts tun, ist der Verbiss durch das Wild und damit die unzureichende Naturverjüngung. 
Im Zierenberger Stadtwald sind grundsätzlich sehr gute Bedingungen für die Naturverjüngung mit Edellaubhölzern gegeben, doch leider herrscht durch das Wild ein sehr hoher Verbiss, sodass am Ende bei der Naturverjüngung in der Regel fast nur die Buche übrig bleibt. Dies wird belegt durch „kleine“ Vergatterungen, in denen die Edellaubbäume sehr gut nachwachsen. Eine Vergatterung aller Naturverjüngungsflächen ist nicht finanzierbar. Deshalb muss dringend etwas in Bezug auf die Jagd verändert werden. Ein städtisches Wildtiermanagement ist ein Ansatz, den wir unterstützen. Hier müssen aber Gespräche mit den Jagdgenossenschaften erfolgen, die langfristige Jagdpachtverträge abgeschlossen haben.

 

Gewässerschutz

 

1.    Der Schutz und Ausbau naturnaher Gewässerstrukturen ist eine kommunale Aufgabe. Hier besteht Handlungsbedarf in der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie inkl. Hochwasserschutz. Für Renaturierung von kommunalen Gewässern gibt es Förderungen, z.B. über das Programm 100 wilde Bäche. Wie sollte das Thema aus Ihrer Sicht angegangen werden?
Das Thema Renaturierung von Bachläufen hatten wir ja schon weiter oben angesprochen.
Hier sollte eine Rahmenplanung für alle Bachläufe im Stadtgebiet, unter Einbeziehung des Wasserverbandes Diemel und idealerweise in Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden, erstellt und die Fördermöglichkeiten eruiert werden.
In dem Zusammenhang ist dann zu prüfen, ob hier auch eine Förderung des Landes für interkommunale Zusammenarbeit möglich ist.

 

 Nachhaltigkeit

1.    In der Stadt müssen nachhaltige Konzepte für kommunalen Einrichtungen/Veranstaltungen erstellt werden. Hierzu zählen die Umsetzung von Recycling-Konzepten, Bio-Förderung in kommunalen Einrichtungen, Fair Trade etc. Wie würden Sie dieses umsetzen wollen, welche Möglichkeiten bieten sich hier nach Ihrer Einschätzung?
Durchaus gäbe es die Möglichkeit, Vorgaben für „Volksfeste“ wie z.B. den Viehmarkt zu machen. Zum Beispiel könnte die der analog dem Kassler Weihnachtsmarkt unter der Vorgabe „plastikfrei“ durchgeführt werden.
Die Forderung nach Bio bzw. regionalem Essen im Kindergarten oder aber der Schule sind wünschenswert und hierfür würden wir uns einsetzen, allerdings darf dies nicht dazu führen, dass manche Kinder/Eltern sich dann diese Verpflegung nicht mehr leisten könnten. Hier müssen Konzepte gefunden werden, die für alle einen guten Weg darstellen und niemanden benachteiligen.

 

2.    Zur Nachhaltigkeit gehört auch der Ausbau zu einer verkehrsgerechten Stadt, Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, Radwegebau, eine Vernetzung der Stadtteile. Welche Vorschläge und Ideen haben Sie?
Zierenberg (Kernstadt) ist im Gegensatz zu den anderen Stadtteilen, nach unserer Einschätzung, sehr gut an den ÖPNV angebunden.
Bei der Anbindung der Stadtteile, besonders Burghasungen und Oelshausen, besteht dringender Ausbaubedarf der Anbindungen. Hierzu müssen Verhandlungen mit dem NVV aufgenommen werden, auch in der Hinsicht, dass Gesamt-Zierenberg in das Gebiet Kassel-Plus aufgenommen wird.
Die ÖPNV-Verbindungen (Buslinie) von Zierenberg (Kernstadt) zu den Stadtteilen Oelshausen und Burghasungen wurde in der Vergangenheit so gut wie nicht in Anspruch genommen. Für den innerstädtischen ÖPNV sollte man den Weg eines AST gehen.
Der Radwegebau, besonders zwischen allen Stadtteilen, steht auf unserer Agenda. Zur Sicherung eines Radweges zwischen Oberelsungen und Zierenberg laufen aktuell die Planungen im Zusammenhang mit dem Bauantrag für eine Photovoltaikanlage.

 

Energiewende

1.    Durch die Umsetzung von Klimaschutz- und Energiesparprogrammen sehen wir ein Einsparpotenzial im Energieverbrauch. Wir fordern nachhaltige (LED) und artenschutzfachliche Beleuchtungskonzepte im Siedlungsraum und den öffentlichen Einrichtungen, gänzliche Umstellung auf Ökostrom. Wie stehen Sie zu den Vorschlägen und wie können diese umgesetzt werden?
Anfang der 2000’er Jahre wurde die komplette Zierenberger Straßenbeleuchtung auf Energiesparlampen umgestellt. Beim Aufkommen der LED-Technik wurden Berechnungen durchgeführt, die ergaben, dass die hieraus noch entstehenden zusätzliche Einsparungen im Verhältnis zu den Kosten der kompletten Umrüstung, gering waren (selbst unter Berücksichtigung von Fördergeldern). Deshalb wurde entschieden, die Umstellung auf LED-Beleuchtung immer dann durchzuführen, wenn Lampenköpfe ausgetauscht werden müssen, bzw. neue Lampen gesetzt werden. Dies geschieht peu à peu jährlich.
Mittlerweile sind schon ein Teil der Straßenbeleuchtung und auch die Beleuchtungen in den städtischen Gebäuden auf LED-Technik umgerüstet. Dies muss massiv weiter vorangetrieben werden. – Eine Umstellung auf regenerativ erzeugten Strom (Ökostrom) ist für uns selbstverständlich, dies werden wir nach der Wahl beantragen.
Das Dorfgemeinschaftshaus Oelshausen ist mit Hilfe des KIP-Programms des Bundes im Jahre 2019 komplett energetisch saniert worden (inkl. der kompletten Beleuchtung auf LED-Technik), im Bürgerhaus in Zierenberg sind die Fenster erneuert worden und im Freibad ist die komplette Pumpen- und Regelungstechnik aus Energieeinsparungsgründen erneuert worden. Ebenso ist eine erhebliche Energieeinsparung im Freibad durch die Photovoltaikanlage erreicht worden.
Im neuen Kindergarten ist eine Heizanlage auf Grundlage der modernsten Wärmepumpentechnik geplant. Der dafür benötigte Strom soll über eine Photovoltaikanlage auf dem Kindergartendach erzeugt werden.
Zur weiteren Einsparung von Heizenergie haben wir bereits auf unserer Homepage einen Ansatz unter dem Punkt „Digitalisierung – Smart Metering“ veröffentlicht.

 

Natur- und Umweltbildung

 

1.    Die Sensibilisierung für Themen des Natur-, Klima- und Umweltschutzes ist eine gesellschaftliche Aufgabe. Die Schaffung und Förderung von Bildungsangeboten in Kita, Verwaltung, Bauhof und Politik ist daher wichtig. Wie würden Sie die Schaffung solcher Angebote unterstützen, in Anspruch nehmen und fördern?
Wir werden fordern, dass diese Themen in die Schulungsplanungen für alle städtischen Mitarbeiter aufgenommen werden. – Ebenso halten wir Schulungen diesbezüglich für die ehrenamtlich tätigen Kommunalpolitiker für erforderlich.
Wir würden gern bei diesen Themen mit Ihnen zusammenarbeiten und das Gespräch mit Ihnen suchen wollen, um ihre Erfahrungen und Fachkenntnisse in die kommunalpolitische Arbeit mit einbringen zu können.


Um diesem wichtigen Themenfeld für unsere Zukunft Nachdruck bei der Stadt Zierenberg, bei der Umsetzung, zu verleihen, wäre aus unserer Sicht ein Label wie z.B. „StadtGrün naturnah“ anzustreben, dies würde ein „vergessen“ verhindern. – Wie sehen sie dies, würden sie uns dabei unterstützen?

https://www.stadtgruen-naturnah.de


Wir würden uns freuen, wenn wir hier zusammenkommen könnten.

Vielen Dank für Ihr Interesse an der Zierenberger Liste – ZieLe